Paisleymuster | Bestswiss

Paisleymuster

Von Persien ins Glarnerland: Die faszinierende Geschichte des Paisleymusters

Exotisch und extravagant mutet manchen das Paisleymuster an, aber vielleicht ist es gerade deshalb ein wohlbekannter Blickfang. Bestswiss geht der Erfolgsgeschichte dieses filigranen Sujets nach und beschreibt, weshalb eine Textildruckerei im Glarnerland bis heute einen grossen Anteil an der Popularität dieses klassischen Motivs hat.

Von Indien nach Europa

Das Paisleymotiv ist eines der ältesten Muster der Mode, denn seine Verwendung ist bereits im 15. Jahrhundert in Persien nachgewiesen. Von Asien aus wurde es von Händlern nach Europa gebracht. Den Namen Paisley erhielt es von der gleichnamigen schottischen Stadt, in der berühmte Webereien das Muster für ihre Stoffe verwendeten.

Im Lauf der Geschichte zeigte sich, dass Paisleystoffe immer wieder mehr als blosse modische Accessoires waren: So signalisierten beispielsweise Hamburger Zimmerleute damit die Zugehörigkeit zu ihrer Zunft. Auch die Hippies verwendeten das Muster: Sie waren begeistert von der indischen Kultur, für die das Paisleymuster stand. Aber auch in neuerer Zeit schwang beim Tragen dieses Musters eine politische Komponente mit: Violette Paisleystoffe unterstützten visuell den nationalen Frauenstreiktag 2019.

Obwohl die Textilindustrie in Grossbritannien noch vor dem zweiten Weltkrieg weitestgehend verschwand, ist das Paisleymuster bis heute ein beliebtes Motiv für Stoffe und Tücher – ein Grund dafür ist in den Glarner Alpen zu finden.

Trendsetter aus der Schweiz

Der innovative Glarner Textilunternehmer Conrad Blumer brachte das Paisleysujet 1842 aus Asien in die Schweiz. Ursprünglich war geplant, die gemusterten Stoffe nur in der Schweiz herzustellen und dann nach Indien zu exportieren. Doch bald erfreute sich das Paisleymotiv auch hierzulande grosser Beliebtheit. Damals benutzten vor allem Männer das Glarner Tüechli – als Teil der Arbeitskluft oder als Schnupftuch – und verhalfen ihm so zu weitreichender Bekanntheit und zu seinem internationalen Ruf.

Das Glarner Tüechli heute

Heute wird das mittlerweile klassische Glarner Tüechli von Menschen aller Altersgruppen auch gerne als Sonnenschutz, Stirnband oder Halstuch getragen. Wie aktuell das Paisleymuster heute noch ist, zeigt die neue, bequeme Gesichtsmaske der Firma F. Blumer. Sie ist ein Exempel für die innovative und vielfältige Verwendung des Motivs im 21. Jahrhundert. Denn im Glarnerland werden längst nicht mehr nur Stoffe mit dem Paisleymuster bedruckt, sondern zum Beispiel auch elegante Regenschirme – hergestellt in der einzigen Regenschirmmanufaktur der Schweiz – oder praktische Outdoor-Tassen für das nächste Picknick.
Bis heute ist das Paisleymuster aller Produkte von F.Blumer nicht nur ein modisches Statement, sondern steht auch für die erfolgreiche Geschichte einer mittlerweile traditionellen Schweizer Handwerkskunst.

Text: Valentin Bär, Bestswiss

Quellen:

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Paisleymuster
  • https://www.zeit.de/2012/17/Stilkolumne-Paisley
  • https://bellevue.nzz.ch/mode-beauty/mit-geschichte-eine-hommage-an-das-glarner-tueechli-ld.1498021
  • https://f-blumer.ch/
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Glarner_T%C3%BCechli

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