Ein Osterhase von anno dazumal

Ob stehend oder sitzend, golden oder lila: Der Schokoladenhase ist an Ostern das Lieblingstier der Schweizerinnen und Schweizer. Über Ostern besiedeln doppelt so viele Schokohasen wie Menschen die Schweiz.

Verschiedene Schoggiosterhasen

Wieso ausgerechnet Hasen?
An Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu nach seiner Kreuzigung, welcher am Karfreitag gedacht wird. Ostern bedeutet also Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Gleichzeitig ist Ostern aber auch das Fest der Fruchtbarkeit und des Frühlingsbeginns. Seit Jahrhunderten symbolisiert der Hase das Osterfest, denn er gehört zu den ersten Tieren, die sich im Frühjahr paaren.
Hase in der Wildnis
Und wer hat die Schoggihasen erfunden?
Viel ist dazu nicht bekannt. Fest steht, dass die ersten Schokoladenhasen in Deutschland gesichtet wurden. Man vermutet, dass Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals Hasen aus Schokolade geformt wurden – damals noch massiv und mehrere Kilogramm schwer. Allerdings waren diese nicht zum Verkauf, sondern als zugegebenermassen ziemlich vergängliche Schaufensterdekoration gedacht. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam die Hohlfiguren-Technik auf. In Serie gingen die in Folie verpackten Hasen vermutlich erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Schokohase steht damit auch für den Beginn der Kommerzialisierung des Osterbrauchtums im grossen Stil. Der erste Goldhase von Lindt & Sprüngli kam 1952 auf den Markt. Laut Firmengeschichte hat sich der Sohn eines Chocolatiers im Garten in ein kleines, aber leider entschwundenes Häschen verliebt. Um den Jungen zu trösten, kreierte der Vater einen Goldhasen mit Glöckchen. Eine Liebe mit Folgen: 2014 wurden weltweit 135 Millionen Stück davon verkauft – allein 6,5 Millionen in der Schweiz. Das heisst, dass fast alle Schweizer an Ostern goldene Folien aufreissen und in köstliche Schoggiohren beissen. Doch wo bleibt da die Individualität?
Verschiedene Schoggiosterhasen Formen
Atelier du Chocolat Andreas Gastpar
In Andreas Gastpars Atelier du Chocolat kommen Kundinnen und Kunden, die auf der Suche nach einem ganz besonderen Ostergeschenk sind. Seit 2006 kreiert der Berner handgegossene Osterhasen nach althergebrachter Tradition. Die antiken und einzigartigen Gussformen, die meisten stammen aus Deutschland, hat Andreas Gastpar im Laufe der Jahre gesammelt. Da gibt es zum Beispiel Osterhasen, die Fussball spielen, Eier schleppen oder zufrieden neben einem Mädchen sitzen. Richtig retro sehen die Häschen aus. Die Kuvertüren bezieht der Chocolatier bei Lindt & Sprüngli, Carma und Felchlin. Im Atelier du Chocolat entstehen neben jährlich über 200 Hasen auch zahlreiche andere Formen, vom Berner Bär über Katzen und Fische bis hin zum Flugi. So kann man die Schokolade das ganze Jahr über geniessen und verschenken, ohne verwirrte Blicke zu ernten. Mit Gastpar hat man quasi Ostern ohne Ende!
Schoggiosterhasen Formen von Andreas Gastpar

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Text: Michael Kummer, Bestswiss

Bilder: Anita Di Domenico, Bestswiss

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