Schweizer Bademode von 1920 bis heute | Bestswiss

Schweizer Bademode

Was gibt es Schöneres, als sich bei heissen Temperaturen im kühlen Nass zu vergnügen? Dazu darf die passende Bademode nicht fehlen. Bestswiss zeigt, wie sich Bikini & Co. in den letzten hundert Jahren verändert haben.

Schweizer Bademode Adelboden um 1938

Foto: Klopfenstein, Adelboden

Schweizer Bademode für Frauen im Wandel der Zeit
Unsere Zeitreise beginnt in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts. Damals stieg frau noch eher verhüllt in Badehose und einer bis zu den Knien reichenden Bluse ins Wasser. Der eigentliche Bikini wurde 1946 das erste Mal vorgeführt. Richtig durchsetzen konnte sich der heute so beliebte Zweiteiler aber erst in den 1960er-Jahren, wobei der legendäre Auftritt von Ursula Andress 1962 im James-Bond-Film „007 jagt Dr. No“ sicherlich keine unbedeutende Rolle spielte. Seither ist der Bikini aus Schweizer Bädern nicht mehr wegzudenken. Aber auch der praktische Einteiler war um 1960 topaktuell. „Wozu eigentlich das Oberteil?“, fragte man sich in den Siebzigerjahren: 1974 gab es in Zürich die amtliche „Oben-ohne-Erlaubnis“, wovon die Frauen rege profitierten. Heute hält frau sich im Schwimmbad wieder bedeckter. Der Bikini gilt in der Schweiz nach wie vor als Favorit in Sachen Bademode.

1930 trifft 2019 – Hanro-Bademode neu interpretiert
In den 1930er-Jahren entwarf das Schweizer Traditionslabel Hanro, das 1884 in Liestal gegründet wurde, seine einzige Strand- und Bademodenkollektion. Die Schwimmanzüge wurden damals aus Wolle hergestellt, die in den Kriegsjahren jedoch rationiert wurde. Die Zürcher Designerin Nathalie Schweizer hat auf Anfrage von Museum.BL in Liestal die Bademode von Hanro neu interpretiert und für das Jahr 2019 badetauglich gemacht. Ihre Kollektion „Madeleine“ wurde von den gestreiften Strickmustern sowie der schlichten Schnittführung der damaligen Hanro-Designerin Madeleine Kriesemer-Handschin inspiriert und greift die charakteristischen Farbwelten der 1930er-Jahre auf. Der Badeanzug mit weit ausgeschnittenem Rücken und der Bikini, der wahlweise mit Panty oder High-Waist-Hose kombiniert werden kann, betonen stilvoll die Formen des weiblichen Körpers. Mit „Madeleine“ von Nathalie Schweizer kehrt diesen Sommer der Retro-Chic in die Schweizer Bäder ein – perfekt für alle selbst- und modebewussten Frauen!

Hanro-Modefotografie um 1938, Hanro-Sammlung, Museum.BL, Liestal. / Badeanzug Madeleine Label Nathalie Schweizer

Schweizer Bäder – Nostalgie pur in Adelboden
Die Schweiz hat nicht nur atemberaubende Berge, sondern auch unzählige schöne Frei- und Hallenbäder zu bieten. Wer passend zur angesagten Retro-Bademode von Nathalie Schweizer ein Freibad mit Nostalgiefaktor sucht, wird in Adelboden fündig: Das Panorama-Schwimmbad Gruebi wurde 1931 erbaut und ist in der Liste der Kulturgüter mit regionaler und kantonaler Bedeutung aufgeführt. Nach einer Rundumsanierung im letzten Jahr wird das Bad 2019 neu eröffnet. 50-Meter-Becken, Musikpavillon und Sprungturm erstrahlen in neuem Glanz, der ursprüngliche Stil der 1930er-Jahre wurde aber beibehalten. Der Sommer kann also kommen!

Für alle Wasserratten und Sonnenanbeterinnen, die den Sommer in den aussergewöhnlichsten Schwimmbädern der Schweiz geniessen möchten, ist das Büchlein „Die schönsten Bäder der Schweiz“ vom Schweizer Heimatschutz der ideale Begleiter. Der handliche Guide passt in jede Tasche und lädt Sie ein, die Vielfalt der Schweizer Bäder zu entdecken.

 

Text: Nathalie Emmenegger, Bestswiss

Erfahren Sie mehr über Schweizer Design

Quellen:

https://www.badi-info.ch/bademode.html

https://www.badi-info.ch/be/adelboden.html

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