Im Fokus: Traditioneller Holzschuh meets Fashion

Das wärmere Wetter schreit förmlich nach neuem Schuhwerk. Besonders bieten sich da Holzzoggeli an, in denen sich die nackten Füsse pudelwohl fühlen, zumal die Holzsohlen wunderbar kühlend wirken.

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Der Holzschuh – ein altbewährtes Schuhwerk
Auch wenn die genaue Herkunft des Holzschuhs weitgehend unbekannt ist, wird vermutet, dass bereits die Kelten und die Germanen hölzernes Schuhwerk trugen. Doch nicht nur in Europa waren die Holzschuhe verbreitet, sie waren und sind beispielsweise auch ein wichtiger Bestandteil der traditionellen Kleidung Japans. Dass Holz ein besonders nachhaltiges und robustes Material ist, zeigen die ältesten noch existierenden Holzschuhe: Sie stammen aus den Niederlanden und wurden im 13. Jahrhundert angefertigt. Sie sind den heutigen Modellen – den sogenannten Klotschen – immer noch sehr ähnlich. Heute sind die Holzschuhe in Holland aber vor allem als Souvenir beliebt. Sie lassen in unseren Köpfen das Bild von Frau Antje wiederaufleben, die in Fernsehspots jahrzehntelang in Tracht, mit geflochtenen Zöpfen unter dem weissen Flügelhäubchen und vorne zugespitzten, klobigen Klotschen an den Füssen für holländischen Käse warb. Die älteste Abbildung von Holzschuhen stammt aus dem 15. Jahrhundert und kann auf einem Altaraufsatz in der Dortmunder Propsteikirche bewundert werden. Der robuste Holzschuh wurde früher hauptsächlich als Arbeitsschuh getragen, der auch regnerischem Wetter trotzte. Als Clogs waren die Schuhe in Deutschland nach dem Krieg aufgrund ihres geringen Preises heiss begehrt. Wiederentdeckt haben sie dann die Hippies – allerdings als modisches Accessoire.

Zoggeli, Zoccoli – oder wie jetzt?
In der Schweiz werden die Holzschuhe meist Zoggeli genannt. Abgeleitet vom italienischen Zoccoli (Holzschuhe), ist Zoggeli also trotz seiner Wortendung keine Verniedlichungs- oder Verkleinerungsform eines anderen Wortes. Zoggeli werden nicht nur im Spital oder von Hippies der neusten Generation äusserst gern getragen: Auch der klassische Waggis, ein beliebter „Luusbueb“ an der Basler Fasnacht, trägt als Teil der Arbeitstracht eines Elsässer Gemüsebauern grosse Zoggeli. Ist in der Schweiz von Holzsandalen die Rede, spricht man dann aber nicht von Zoggeli, sondern – wie eben im Italienischen – eher von Zoccoli. Und diese sind dann auch wesentlich filigraner als das Schuhwerk des Waggis.

Pure – eleganter Frauenschuh für die warmen Tage
Auch das junge Label Tokushuu hat es geschafft, dem hölzernen Schuh das Klobige zu nehmen: Tokushuu kreierte Zoccoli, die vor femininer Eleganz nur so strotzen. Als Quelle der Inspiration für die SS2017-Kollektion Pure diente diesmal die Innerschweiz mit ihren traditionellen Schweizer Werten: Schlichtheit, Geradlinigkeit, Naturverbundenheit und Bescheidenheit. Und so ist auch die Kollektion Pure ganz auf das Wesentliche reduziert und aus regionalen Materialien gefertigt. Das Leder stammt von Piemonteser Rindern, die ihr Leben in kleinen Herden auf saftigen Weiden geniessen konnten. Es wird vegetabil gegerbt und schliesslich in sorgfältiger Handarbeit weiterverarbeitet. Anschliessend darf auch hier die Natur nochmals ihren Lauf nehmen: Das unbehandelte Leder dunkelt im Laufe der Zeit nach und zeigt seine schönen Unregelmässigkeiten. Das Design der Holzzoggeli haben die Designerinnen Zimi Kesselring, Rebecca Studer und Mariann Lammerskitten klar, asymmetrisch und schlicht gehalten, farblich sind die Modelle mit den Namen Lotti, Lisi, Anne und Marie in sanftem Natur oder klassischem Schwarz erhältlich. Die femininen Holzsandalen mit orthopädischem Fussbett sind ein Muss für alle Frauen, die im Sommer stolz Fuss zeigen und ein Stück Schweiz tragen möchten!

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