Im Fokus: Fondue – 7 Tipps für ein perfektes Käsefondue

Wenn wieder der eisige Nordwind weht, die ersten Schneeflocken rieseln und die winterliche Kälte durch Mark und Bein zieht, dann ist Fonduezeit. Damit Ihr Fondue zu einer wahren Gaumenfreude wird, haben wir für Sie 7 Tipps zusammengestellt.

Video - Fondue kochen

Fondue – 7 Tipps für ein perfektes Käsefondue

1. Fixfertig oder selbst geraffelt?

Während der kalten Jahreszeit gehen in den Supermärkten unzählige Fondue-Fertigmischungen über den Ladentisch. In diesen Fertigmischungen ist alles drin, inklusive Wein. Manchmal sind Fertigprodukte erstaunlich gut – manchmal auch nur knapp passabel.

Eine gute Alternative sind die frisch geraffelten Käsemischungen aus Ihrer Molkerei oder aus Ihrem Lebensmittelgeschäft. Die klassische Mischung Moitié-Moitié ist beispielsweise aus dem Vacherin Fribourgeois AOP und dem Greyerzer AOP gemischt und das Fondue kann zu Hause einfach und bequem zubereitet werden.

Wenn Sie ein Fondue mit ganz individueller Note geniessen möchten, sollten Sie sich jedoch für eine selbstgemachte Fonduemischung entscheiden. Dabei sind Ihnen keine Grenzen gesetzt, denn ein mundendes Fondue kann aus einem variantenreichen Käse-Ensemble entstehen und mit Zutaten wie Kräutern, Gewürzen oder auch Tomatenpüree vermischt werden.

Im F7 Tipps für ein perfektes Käsefondue

2. Käsesorten für die individuelle Fonduemischung

Die selbstgemachte Fonduemischung muss sich keinesfalls an der klassischen Moitié-Moitié-Mischung aus zwei Käsesorten orientieren.

Wie bei der klassischen Mischung, die hälftig aus Vacherin bzw. Greyerzer besteht, bietet sich allerdings auch für ein selbstgemachtes Fondue ein Greyerzer-Käse an. Grund dafür ist sein würzig-pikantes Aroma, das die perfekte Ausgangsbasis für ein geschmacklich hervorragendes Fondue bietet. Als Alternative zum Greyerzer oder als Ergänzung zu diesem empfiehlt sich ein Emmentaler, der nach achtmonatiger Reifezeit ebenfalls über einen kräftig-aromatischen Geschmack verfügt.

Nun gilt es je nach Vorliebe zu entscheiden, welche weiteren Käsesorten Ihr selbstgemachtes Fondue enthalten soll. Wünschen Sie sich noch mehr Würze, dann könnte ein Appenzeller das Richtige für Sie sein, aber auch der pikante und leicht süsslich schmeckende Blauschimmelkäse Gorgonzola oder ein scharf-nussiger Camembert bieten sich für ein geschmacksintensives Fondue an. Es braucht nicht zuletzt eine Portion Experimentierfreude, um die für Sie geschmacklich ideale Mischung zu finden.

Was Sie bei Ihrer Auswahl in jedem Fall bedenken sollten, ist der unterschiedliche Schmelzgrad, den der Käse je nach Reifegrad hat. Damit bei Ihrem Fondue die diversen Käsesorten gleichzeitig schmelzen und sich ideal verbinden, ist es somit ratsam, gleichaltrige Sorten zu wählen. Denn nur so können Sie sicher sein, dass die Konsistenz des Käses einheitlich-crèmig ist.

3. Nebensachen, die nicht nebensächlich sind

Haben Sie Ihre Käseauswahl getroffen, stehen nun weitere geschmacksabhängige Fragen an. Denn Fondue ist mehr als nur Käse. Mit welchen Zutaten Sie den Käse aufkochen möchten, ist erneut von Ihren Vorlieben abhängig. Ein trockener, säuerlicher Schweizer Weisswein, ein Schuss Kirsch oder lieber die alkoholfreie Variante mit Apfelwein und Apfelsaft? Majoran, Pfeffer, Muskatnuss, Knoblauch oder vielleicht ein wenig Chili für die Würze? Mit der Wahl Ihrer Zutaten können Sie den Geschmack Ihres Fondues erheblich beeinflussen.

Fondue – 7 Tipps für ein perfektes Käsefondue

4. Was darf es zum Käse sein?

Zu einem Fondue wird klassischerweise Brot serviert. Da dieses zum Verzehr des Fondues auf die Fondue-Gabel aufgespiesst wird, welche man anschliessend in den geschmolzenen Käse tunkt, sollten Sie darauf achten, dass Sie sich für ein Brot mit viel Kruste entscheiden. Denn stösst man nur die Brotkrume auf die Gabel, kann es passieren, dass Ihnen Ihr Stück Brot in der Käsemasse von der Gabel fällt. Praktisch ist deshalb beispielsweise ein Baguette, wobei sich geschmacklich auch ein leckeres Nussbrot empfiehlt. Und wie der Erfolg von Raclette es bereits erahnen lässt, schmecken natürlich auch Kartoffeln köstlich zu einem Fondue.

Und was trinkt man zu einem Käsefondue? In den meisten Schweizer Haushalten wird entweder Weisswein oder Schwarztee bevorzugt. Dazu darf es auch mal etwas Kirsch sein, in den der eine oder andere ein Stückchen Brot eintunkt. Wer sich für Wein entscheidet, sollte einen Weisswein mit mittlerer Säure bevorzugen. Empfehlenswert sind beispielsweise ein Chasselas aus dem Wallis oder der Waadt, aber auch eine Walliser Petite Arvine schmeckt wunderbar zu einem Fondue. Möchten Sie trotzdem nicht auf ein Glas Rotwein verzichten, sind Sie mit einem leichten Pinot Noir gut beraten. Und denjenigen, die zu einem deftigen Fondue lieber ein alkoholfreies Getränk geniessen, empfiehlt sich ein herber Schwarztee.

5. Ohne geht’s nicht – das Caquelon

Ein gutes Fondue will vorbereitet sein. Haben Sie sich dazu entschieden, das Unternehmen Fondue in Angriff zu nehmen, sollten Sie sich in einem ersten Schritt um die richtigen Fondue-Utensilien kümmern. Denn ein Fondue wird nicht aus einem klassischen Kochtopf gezaubert und mit Messer und Gabel verspeist. Nein, beim Fondue ist der Einsatz von Caquelon, Fondue-Gabel und Rechaud gefragt. Wer diese Gegenstände nicht kennt, sollte sich allerdings nicht entmutigen lassen. Denn ebenso wie die Fondue-Fertigmischungen sind auch sogenannte Fondue-Sets in den meisten Supermarkt-Filialen erhältlich.

6. So wird’s gemacht (für 4 Personen)

1. 4 dl Wein zusammen mit gehacktem Knoblauch (1–2 Knoblauchzehen) bei kleiner Hitze im Caquelon aufkochen

2. 800 Gramm des vorab geriebenen Käses beigeben. Bei mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren den Käse schmelzen

3. 2 Teelöffel Maisstärke (Maizena) in ein wenig Kirschwasser auflösen und das Ganze in den Käse einrühren

4. Geduldig weiterrühren. Und falls sich Käse und Wein nicht binden, ein wenig Zitronensaft oder noch etwas Maizena dazugeben

5. Mit Pfeffer würzen

6. Das Caquelon vom Herd nehmen, das Rechaud anzünden und mit dem Caquelon auf den Tisch stellen

7. Laufend rühren, und dann heisst es: „e Guete!“

7 Tipps für ein perfektes Käsefondue

7. Fondue – und das war’s?

Wer schon einmal 200 g Käse mit einer grosszügigen Portion Brot oder Kartoffeln verspeist hat, weiss, dass ein Fondue keine leichte Speise ist, sondern eine stark sättigende und oft schwer im Magen liegende Hauptmahlzeit. Wer trotzdem weder auf eine Vor- noch auf eine Nachspeise verzichten möchte, dem sei etwas Leichtes empfohlen. Das könnte beispielsweise hauchdünn aufgeschnittenes Bündnerfleisch zum Apéro oder eine Sorbet-Überraschung zum Dessert sein. Und wenn Sie sich auf besonders hungrige Gäste einstellen, können Sie selbstverständlich auch typisch schweizerische Vermicelles servieren.

 

Text: Deborah von Büren, Bestswiss

 

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